Boris von Brauchitsch

Adolphe de Meyer. Begegnung mit dem Faun

„Die Musik beginnt da, wo das Wort unfähig ist, auszudrücken. Musik wird für das Unaussprechliche geschrieben; ich möchte sie wirken lassen, als ob sie aus dem Schatten herausträte und von Zeit zu Zeit wieder dahin zurückkehrte; ich möchte sie immer diskret auftreten lassen.“ Was Claude Debussy hier für seine Musik formuliert, trifft im übertragenen Sinn auf die Kunst Adolphe de Meyers zu. Daher ist die Charakterisierung als „Debussy der Fotografie“ (Cecil Beaton) durchaus zutreffend und zeigt zugleich die Wertschätzung seiner künstlerischen Bandbreite zwischen Schärfe und Unschärfe, Kontrast und Verschwinden, Nonchalance und kontrollierter Expression.

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