Boris von Brauchitsch

Das Ei des Brunelleschi

Die kurze, aber wahre Geschichte der Erfindung des Leon Battista Alberti
Die erste Generation der Renaissance-Humanisten stellte ihr kritisches Bewusstsein gerne dadurch unter Beweis, dass sie Geschichtsschreibung als Fälschung entlarvte und die Tradition dieser Fälschungen geistreich weiterentwickelte. Zugleich etablierte sie ein utopisches Ideal ihrer eigenen Epoche: den uomo universale, die umfassend gebildete Künstler- und Gelehrtenpersönlichkeit.
In der Person Leon Battista Albertis verschmelzen Ideal und Fälschung zu einer schillernden Figur, die bis heute grundlegende ästhetische Kategorien geprägt hat und zur Verkörperung der Renaissance-Idee geworden ist. Eine Gruppe florentiner Künstler erfand sich einen Vordenker, der die Visionen und Widersprüche ihrer Generation verkörperte. 
Die kleine Studie zeichnet erstmals den Weg nach, der zu dieser "Utopie Alberti" führte.

In einer kurzen amüsanten Erzählung schildert Boris von Brauchitsch, selbst Kunstkenner und Herausgeber verschiedener Schriften zur Kunst der Renaissance, die mysteriöse Erschaffung eines "Idealbilds des uomo universale. Eine imaginäre Vollkommenheit mit utopischem Charakter, eine literarische Heldenfigur" und das Problem, diese wieder sterben zu lassen. Ein Buch wie ein Vexierspiel - sowohl für Kunstgeschichtler wie für Italienbegeisterte.
Viola Hardam, in: Rezensionsforum Literaturkritik.de, 7.7.2002

46 Seiten, 12 Abbildungen, Paperback

Verlag Christian Rohr, München 1999

ISBN 3-926602-17-1

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