Boris von Brauchitsch

Künstlerportraits

Die kleine Schrift umfasst 11 Künstler-Beispiele, deren Namen nicht mehr nur allein als Gütesiegel für Kunstwerke stehen, sondern längst zu Markennamen auf Konsumprodukten unseres alltäglichen Umgangs geworden sind. So verbringen wir den Tag mit den nach Giotto, Tintoretto oder Rembrandt benannten Süßigkeiten, Seifen, Likören und Pflegemitteln - und die Kunst ist mit diesen allgegenwärtig geworden und beginnt endlich der Maxime des großen Kunsttheoretikers Julius Meyer-Graefe aus dem Jahre 1904 zu folgen: "Man wird die Kunst erst lieben, wenn man nicht mehr von ihr spricht, wenn sie etwas Selbstverständliches geworden ist und die Beschäftigung mit ihr so mit unseren täglichen Bedürfnissen verwachsen sein wird, wie die Pflege unseres Körpers. Die Schrift ist ein wegweisender Ansatz, die Kunstgeschichte entsprechend diesem modernen Ansatz neu zu schreiben.

"Der Künstlerin Beate Passow und dem Kunsthistoriker und Publizisten Boris von Brauchitsch ist irgendwann aufgefallen, dass der Mensch sich heute, bei einiger Sorgfalt in der Auswahl seiner Konsumgüter, durchaus von berühmten Künstlern durch den Alltag begleiten lassen kann. (…)
Mit gar fein inszenierten Fotos und ganz besonders gescheiten Texten nobilitieren die beiden vermeintlich banale Dinge, für die wackere Marketing-Strategen sich ebenso klingende wie der Qualität oder der Anwendung unangemessene Bezeichnungen ausgedacht haben."
Annegret Erhard, Antiquitäten Zeitung, Nr.19, 2001

28 Seiten, 11 Abbildungen, fadengeheftet

Axel Dielmann Verlag, Frankfurt 2001

ISBN 3-933-974-15-1

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